Gamry Referenzelektroden
Gamry Referenzelektroden
Die Auswahl der richtigen Referenzelektrode bestimmt die Qualität fßr elektrochemische Messergebnisse und deren Lebensdauer.Ein Garant fßr die Qualität von elektrochemischen Messergebnissen ist die Stabilität des Referenzelektrodenpotentials und eine niedrige Impedanz der Referenzelektrodenfritte. Im Gegensatz dazu kÜnnen die Ungenauigkeiten bei der Potentialmessung aufgrund einer instabilen Referenzelektrode quantitative und qualitative Messfehler bei der Datenaufnahme und Auswertung verursachen. Eine zu hohe Impedanz der Fritte im Bereich mehrerer k⌠fßhrt zur Instabilität der empfindlichen Regelung des Potentiostaten.
Produktbeschreibung
Ag/AgCl (-42 mV vs. SCE bzw. 199 mV vs. NHE)
Diese Referenzelektrode ist sehr gebräuchlich beim kathodischen Korrosionsschutz von Systemen im Kontakt mit Meerwasser, weil es sich um eine umweltverträgliche Alternative zu den quecksilberhaltigen Referenzelektroden handelt. Die Ag/AgCl-Referenzelektrode ist eine relativ simpel konstruierbare Redoxelektrode, dessen stabiles Potential (¹ 1 mV) auf der Gleichgewichtsreaktion zwischen metallischem Silber (Ag) und Silberchlorid-Salz (AgCl) beruht. Der Elektrolyt ist gesättigte Kaliumchlorid-Lsg, der sich unter Veränderung der Elektrolytkonzentration auf das Referenzelektrodenpotential auswirkt.
Hinweis:
Silberchlorid ist in stark konzentrierten Kaliumchlorid-LÜsungen etwas lÜslich. Daher ist die Verwendung von gesättigter Kaliumchlorid-LÜsung Ausgangszustand, um eine AblÜsung des Silberchlorids zu vermeiden. Man kann die Referenzelektrode aber auch mit niedriger konzentrierten Kaliumchlorid-LÜsungen befßllen wie z.B. 1 M KCl oder sogar Meerwasser.
Hg/Hg2Cl2 (42 mV vs. Ag/AgCl bzw. 241 mV vs. NHE)
Diese Referenzelektrode ist historisch die gebräuchlichste in verschiedensten Applikationen (Elektrochemische Analyse, Charakterisierung und Wartung von Batterien, Korrosionsprßfung, etc.) und universellste in der Literatur. Die mit gesättigter KaliumchloridlÜsung befßllte Kalomelreferenzelektrode (SCE) basiert auf dem Redoxpaar Quecksilber und Quecksilber(I)chlorid mit ¹ 1 mV Potentialstabilität.
Hg/Hg2SO4 (399 mV vs. SCE bzw. 640 mV vs. NHE)
Die Quecksilber/Quecksilbersulfat-Referenzelektrode ist bei chloridfreien Elektrolyten erforderlich und besitzt daher eine ElektrolytbefĂźllung mit ges. KaliumsulfatlĂśsung.
Hg/Hg2SO4 (394 mV vs. SCE bzw. 635 mV vs. NHE)
Die Quecksilber/Quecksilbersulfat-Referenzelektrode ist bei chloridfreien Elektrolyten erforderlich und besitzt daher eine Elektrolytbefßllung mit 3.8 M Schwefelsäure. Geeignet zur Charakterisierung von Blei-Akkus (Bestimmung der individuellen Kapazitäten von Arbeits- und Gegenelektroden, individuelles Verhalten der Elektroden bei Tiefentladung und Umpolung, Optimierung der Lade- und Entladeparameter unter Berßcksichtigung der Halbzellenpotentiale, Nachverfolgung unterschiedlicher Säurekonzentrationen durch Messung der Diffusionspotentiale / Zellspannungen und die Bestimmung von defekten Zellen und defekten Elektroden in einer Serie von Zellen am Ende der Lebensdauer).
Hg/HgO (98 mV vs. NHE)
Die Quecksilber/Quecksilberoxid Referenzelektrode ist fßr die Verwendung in alkalischen Medien ideal. Batterieentwicklung, Forschung und Entwicklung in der Energiespeicherung, Prozesskontrolle und grundlegende elektrochemische Studien profitieren von diesem baldigen Industriestandard durch sein stabiles und reproduzierbares Potential. Die Potentialstabilität liegt bei ¹ 1 mV und selbst nach Temperaturanstiegen um 125°C befindet sich die Referenzelektrode relativ schnell wieder im stationären Potentialbereich. Die Referenzelektrode ist mit 20 %-iger KOH-LÜsung (4.24 M) befßllt, kann aber auch in jeder KOH-Konzentration angefragt werden, um dem Testmedium so nahe wie mÜglich angepasst, Effekten der Leckrate entgegenzuwirken. Die Referenzelektrode kann selbstverständlich auch mit Natriumhydroxid befßllt werden.
Ag/AgNO3 (541 mV [10 mM AgNO3] bzw. 601 mV [100 mM AgNO3] vs. NHE
Die Silber/Silbernitrat (Ag/AgNO3) Referenzelektrode ist fßr die Verwendung in nicht-wässrigen / organischen Medien ideal. Die Referenzelektrode kann entweder mit einer LÜsung aus Silbernitrat in Acetonitril oder mit Silbernitrat in einem anwendungsspezifisch wählbaren organischen LÜsungsmittel befßllt werden. Je nach Konzentration stellt sich gegenßber der Standardwasserstoff-Referenzelektrode entweder ein Potential von 541 mV (10mM AgNO3) oder 601 mV (100mM AgNO3) ein.
Pseudo- / Quasi-Referenzelektroden
Manchmal ist eine klassische Referenzelektrode nicht praktikabel. Zum Beispiel kann eine Glaselektrode bei 3-Elektrodenanordnungen im Freien leicht brechen. Viele Anwender bedienen sich daher an einer Metallelektrode aus dem identischen Material wie die Arbeitselektrode als Referenzelektrode. Diese Referenzelektroden bezeichnet man als Pseudo- oder Quasi-Referenzelektroden (QRE). Im Zusammenhang mit Mikroelektroden ist der Strom sehr klein und somit kann ein 2-Elektrodensetup mit einer kombinierten Gegenelektrode / QRE tolerierbar sein. Man verwendet dabei als QRE meist Silber oder Platin als ein gut aufgestelltes QRE Material. Gut aufgestellt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich das Oberflächenpotential stromdurchflossen wenig ändert.
Anwender vermuten daher meist hinter besonders korrosionsfesten Materialien wie z.B. Hastelloy ein gut aufgestelltes QRE Material, was leider nicht der Fall ist. Gamry rät daher weniger zum Gebrauch von Hastelloy als Pseudoreferenzmaterial, sondern empfiehlt eher Baustahl als wesentlich besser aufgestelltes Material zur Verwendung als QRE. Die Verwendung von âIonischen FlĂźssigkeitenâ schlieĂt wässrige Referenzelektroden aus. Stattdessen wird vorgeschlagen, wenn mĂśglich einen Silberdraht als Referenzelektrode zu verwenden. Die Potentiale werden dann im Anschluss ggĂź Ag/Ag+ korrigiert, obgleich man auch nachträglich eine Substanz wie zum Beispiel Ferrocen auflĂśsen kann und nachträglich ggĂź. Ferrocen / Ferrocenium korrigiert.
Hochtemperatur- / Druckreaktor-Referenzelektroden
Weitere Anwendungen, die hinsichtlich der notwendigen Verwendung einer Referenzelektrode Kopfschmerzen verursachen kĂśnnen, sind Hochtemperatur- und/oder Hochdruckexperimente in einem Druckreaktor oder Autoklaven. Es gibt zum GlĂźck viele Varianten von Referenzelektroden fĂźr Druckreaktoren. Die neuste Variante von 02/2003 wird in der folgenden VerĂśffentlichung zitiert:
⢠Simple and Robust External Reference Electrodes for High-Temperature Electrochemical Experimentsâ from Bosch, Bogaerts, and Zheng in CORROSION, Volume 59, page 163 (2003).
Hinweis:
FĂźr die Verwendung einer Referenzelektrode in einem Druckreaktor (Autoklaven) muss ein von der Masse frei schwebender Potentiostat verwendet werden!
Cu/CuSO4 (74 mV vs. SCE bzw. 315 mV vs. NHE)
Gamry bietet keine Cu/CuSO4 Referenzelektroden an. Viele Anwender verwenden diese oder ähnliche Referenzelektroden bei Messungen im Freien.
Downloads
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Spezifikation
Optionen und ZubehĂśr
⢠Interface 1000 Potentiostat/Galvanostat/ZRA
⢠Interface 1010 Potentiostat/Galvanostat/ZRA
⢠Reference 600 Potentiostat/Galvanostat/ZRA
⢠Reference 600+Potentiostat/Galvanostat/ZRA
⢠Reference 3000 (AE) Potentiostat/Galvanostat/ZRA
⢠ECM8
⢠Faraday-Käfig (Vista Shield)
⢠Euro Korrosion Messzellen-Set
⢠Messzelle zur Bestimmung der kritischen LochfraĂtemperatur
⢠Mehrzweck-Korrosionsmesszellen-Set
⢠Messzellen-Set Galvanische Korrosion und Elektrochemischer Krach
⢠Korrosionsmesszelle oder EIS-Messzelle fßr Beschichtungen
⢠Kalomel (SCE) Referenzelektrode
⢠Silber/Silberchlorid Referenzelektrode
⢠Quecksilbersulfat-Referenzelektrode (ohne Chlorid-Anionen)
⢠Quecksilberoxid-Referenzelektrode fßr alkalische Medien
⢠Silber/Silbernitrat Referenzelektrode fßr nicht-wässrige Elektrolyte
⢠SCE Nachfßllmedium (120 ml)
⢠Ag/AgCl Nachfßllmedium (120ml)
⢠Vycor Fritte mit Teflon Schrumpfschlauch, 3.5 mm (5 Stßck)
⢠KT Glasfritte mit Teflon-Schrumpfschlauch, 3.5mm (5 Stßck)
⢠Polymeraustausch-Fritten fßr Quecksilberoxid-Referenzelektrode
Applikationen
⢠Measuring the Impedance of Your Reference Electrode / Reference Electrode Overview and Care
⢠Care of Vycor® Porous Glass Frits / Reference Electrode Overview and Care
⢠Two, Three and Four Electrode Experiments
⢠THE Method for Crevice Corrosion Repassivation Potentials
⢠Rapid Electrochemical Assessment of Paint
⢠EQCM Investigations of a Thin Polymer Film
⢠Polarization Resistance Tutorial â Getting Started
⢠Comparison of Corrosion Rate Calculated by EFM, LPR, and EIS
⢠Getting Started with Electrochemical Corrosion Measurement
⢠OptiEIS™: A Multisine Implementation
⢠Potentiostatic EIS Tutorial â Getting Started







